Niko Mainaris gestaltet die shirts zur documenta 14

Grundlage der Designs bildet Niko Mainaris' Masterarbeit, in der er die Street Art in Athen untersucht – als Spiegel der Krise
Eine großartige Auszeichnung für großartige Kunst.

Von Reutlingen nach Athen, ins Mekka der Street Artists, zog es den frisch gebackenen Design-Masterabsolventen Niko Mainaris. Beeindruckt von der Einzigartigkeit seiner Kunstbeauftragte ihn Kurator Adam Szymczyk mit dem Entwurf der Shirts zur documenta 14. Die Gestaltung der Shirts beruht auf Methoden, die Niko Mainaris in seiner Masterarbeit entwickelt hat. Das Besondere an seiner künstlerischen Arbeit sind das feine Gespür für soziale und politische Entwicklungen und die Fähigkeit, diese in eine eigenständige und prägnante künstlerische Aussage zu übertragen.

Die Shirts zu documenta 14 in Athen und Kassel 2017

Niko Mainaris hat in seiner Masterthesis die Street Art Athens untersucht und künstlerisch bearbeitet. Seine Masterarbeit, die Prof. Henning Eichinger betreut hat, dient als Grundlage für den Hintergrund der T-Shirts, die vollflächig bedruckt sind. Ergänzt werden die Grafiken durch Sprüche von Adam Szymczyk, dem künstlerischen Leiter der documenta, Direktor und Chefkurator der Kunsthalle Basel.

Eines von zwei Konzepten ist vom Straßenbild Athens inspiriert, in dem politische und nichtpolitische Graffiti und Tags übermalt oder von andersdenkenden durchgestrichen
werden. Dabei entstehen häufig Spuren von Flächen, Formen und wilde Schmierereien. Ein kreatives Zusammenspiel von Ordnung und Chaos, Sauberkeitsempfinden und ‚Schmutz‘, Recht und Unrecht. Als Sprüche zieren hier „Neither Swans nor Ants“, „Transdocumenta“ und „Not a Hobby“ die Shirts der documenta 14.

Verschiedene Schichten der Athener Wände dienten als Inspiration für das zweite Konzept: Wände versteht Niko Mainaris als öffentliche Galerie. In diesem Konzept hat er die Bilder der Street Art als digitale Collagen verarbeitet, die den Hintergrund für Adam Szymczyks Sprüche „Eat the Ego“, „Idle no More“ und „Chain Smoking“ bilden. Während die Shirts des ersten Konzepts schon in Athen erhältlich waren, wird das zweite Konzept erst in Kassel vorgestellt, dort sind alle sechs Motive erhältlich. Die Shirts des ersten

Konzepts wurden klimaneutral in Athen produziert und bedruckt. Den Produktionsprozess hat Niko Mainaris persönlich begleitet. Das zweite Konzept wurde in Indien auf Shirts aus ökologischer Baumwolle umgesetzt.

„Natürlich bin ich stolz darauf, meine Sachen ausgestellt in diesem Zusammenhang mit einem so großen Publikum zu sehen“, erklärt Niko Mainaris. Doch das Beste für ihn war das Feedback – seine Shirts kommen gut an, die Leute lieben und kaufen sie.

Auch Prof. Henning Eichinger, der Kulturbeauftragte der Hochschule Reutlingen und Leiter des Masterstudiengangs Schwerpunkt Künstlerische Konzeption, zeigt sich begeistert. „Dass ein Absolvent der Hochschule Reutlingen mit seiner Masterthesis in Künstlerischer Konzeption vom künstlerischen Leiter, Adam Szymczyk eingeladen wird, für die documenta in Athen und Kassel die T-Shirts zu machen, ist natürlich eine hohe Auszeichnung und Beweis der hervorragenden künstlerischen Qualität seiner Arbeit“.

Hören Sie rein in ein ausführliches Interview mit Nikooaos Mainaris mit dem art-magazin!

 

 

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