05.03.2018 | Kategorien TD News

Veranstaltung „überMORGEN“ des Forschungscampus ARENA2036

Mit dabei: Projekt-Kooperation „FlexCar Konzeptstudie“

Bildquelle: Hochschule

Von: Saskia Groß

Der Forschungscampus ARENA2036 hat sich im Kontext der Digitalisierung in der Automobilindustrie zu einem Leuchtturm für die Themen Produktion und Arbeit sowie Mobilität der Zukunft entwickelt. ARENA2036 ist der weltweit größte und führende Forschungscampus zur wandlungsfähigen Produktion inklusive funktionsintegriertem Leichtbau. Rund ein Jahr nach Bezug des modernen Gebäudekomplexes und gut fünf Jahre nach ihrer Gründung präsentiert ARENA2036 auf der zweitägigen Veranstaltung „überMORGEN“ im Februar 2018 die bisher erzielten Ergebnisse und Visionen: Auf Einladung von Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, und Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, diskutieren Politiker, Vertreter der Automobilindustrie und der Wissenschaft mit Experten verschiedener Disziplinen über die Produktion und Mobilität der Zukunft. Dazu gehören unter anderem Günther H. Oettinger, EU-Kommissar Haushalt und Personal, Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Dr. Michael Bolle, Leiter der Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH, und Bernd Becker, Chief Technology Strategist des Automobilzulieferers FARO. Im Anschluss daran gewährt ARENA2036 einen Einblick in die vier Forschungsbereiche Produktion2036, Arbeit2036 und Mobilität2036 sowie in das Querschnittsthema Digitalisierung2036. „Die ARENA2036 zeigt in vorbildlicher Weise, wie die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen universitären Forschungseinrichtungen und der Automobilwirtschaft innovative Antworten auf die Herausforderungen an die Mobilität der Zukunft über Branchengrenzen hinweg finden kann“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Rahmen der Veranstaltung.

Peter Froeschle, Geschäftsführer von ARENA2036, führte die Gäste schließlich in die Zukunft – dargestellt in den vier Themeninseln Produktion2036, Arbeit2036 und Mobilität2036 mit der Digitalisierung2036 als Querschnittsthema. Diese sind miteinander verknüpft und haben projektbezogene Schnittpunkte. Der Austausch von Projektergebnissen und die Interaktion führen innerhalb der einzelnen Forschungsbereiche zur Entwicklung neuer Konzepte, Technologien und Folgeprojekte.

Der Forschungsbereich Mobilität2036 stellt neuartige Technologien rund um das Fahrzeug in den Fokus – von der Entwicklung funktionsintegrierter und intelligenter Bauteile über zukunftsweisende Materialien bis hin zur Konnektivität für den Kunden. Fahrzeuge werden in Zukunft leichter, verbrauchen weniger Energie und bestehen aus weniger Bauteilen. Strukturen, Funktionen und Design ändern sich. Die Bedürfnisse des Nutzers stehen dabei stets im Mittelpunkt. Aktuelle Technologiethemen wie Konnektivität, autonomes Fahren, Sharing-Dienste und elektrische Antriebe sind der Ausgangspunkt für die zukünftigen Forschungsaktivitäten von ARENA2036 im Bereich Mobilität2036. Die Grundlagenforschung bildet zudem eine Basis für die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte.

Im Rahmen der Projektkooperation „FlexCar Konzeptstudie“ zwischen ARENA2036 und dem Studiengang „Transportation Interior Design“ der Fakultät Textil & Design an der Hochschule Reutlingen entstanden bereits im Sommersemester 2017 in studentischen Projektarbeiten autonome Shuttle-Fahrzeuge für den urbanen Raum. Von zukünftigen Szenarien sollten neue Mobilitätsbedürfnisse abgeleitet und neue Nutzungsszenarien gefunden bzw. entwickelt werden. Yvonne Riester und Nikita Schmidt entwickelten ein innovatives Fahrzeug- und Interiorkonzept, den autonomen People Mover „TravellAir“. Ihre Arbeit durften sie nun im Rahmen der Veranstaltung „überMORGEN“ präsentieren. Auf Basis der Marke Mercedes-Benz entstand das Konzept eines Airport Shuttles, welcher alle am Flughafen nötigen Schritte durch innovative Lösungen in das Fahrzeug integriert. In den Türen sowie im Kofferraum verbaute Sicherheitsscanner sorgen für einen entspannteren Security Check, Augmented Reality Funktionen erlauben die Anzeige von Reiseoptionen oder Informationen auf den verbauten Glasflächen. Die markanten Designelemente des Travel Air Concepts zeichnen sich durch eine dynamische und gleichzeitig elegante Linienführung aus. Dies spiegelt vor allem das ausdrucksstarke Frontdesign wider. Weitläufige Glasflächen verstärken das großzügige Raumgefühl und lassen sich bei Bedarf verdunkeln, um mehr Privatsphäre zu gewährleisten. Im Innenraum finden sich zwei durchgehend miteinander verbundene Sitzbänke wieder, die mit innovativen und hochwertigen Materialien belegt sind. Durch ein integriertes Interface werden so Materialien zu Interaktionsflächen.

Weiterführende Informationen

ARENA2036:     

https://www.arena2036.de

Mobilitätskonzept „TravellAir“:

https://www.td.reutlingen-university.de/bachelor/transportation-interior-design/bilder-videoclips/videoclips/

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