Die Entstehung der historischen Gewebesammlung an der Hochschule Reutlingen

König Wilhelm I. von Württemberg (1781-1864) gründete 1848 die „Centralstelle für Gewerbe und Handel“,  Vorläufer des heutigen Wirtschaftsministeriums. Leiter der Institution wurde Ferdinand von Steinbeis (1807-1893), der auch technische Berufsschulen und Hochschulen sowie Lehrwerkstätten gründete. Als Reaktion auf die damalige Krise der württembergischen Textilindustrie gründete Steinbeis 1855 die Webschule Reutlingen, aus der die heutige Hochschule Reutlingen entstanden ist.

In Württembergs Hauptstadt Stuttgart stellte zu dieser Zeit das Landesgewerbemuseum eine große Sammlung von Textilmustern zusammen. Iin einer Dauerausstellung zeigte das Museum Gewebe sowie Werkzeuge und Maschinen aus Europa und Übersee. Die Sammlung fand großen Anklang: Das Museum zählte zwischen 1853 und 1873 eine Million Besucher sowie 20.000 Leihnahmen. Im 20. Jahrhundert verlor das Landesgewerbemuseum immer mehr an Bedeutung und wurde letztendlich geschlossen. Ein wesentlicher Teil seines Bestands an Textilien wurde an die Hochschule Reutlingen übergeben.

 

 

 

 

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