2019 - Hidden Sheroes - Ellinor Amini und die Sichtbarkeit wichtiger historischer Frauen

©Ellinor Amini | An sechs Ablagekästen für Briefsendungen der Deutschen Post hat Ellinor Amini, Designstudentin der Hochschule Reutlingen, Frauenporträts angebracht.

Zusteller in Leipzigs Südvorstadt stehen seit ein paar Tagen unter weiblicher Beobachtung. Kein Grund zur Skepsis, die Blicke sind Kunst im öffentlichen Raum. An sechs Ablagekästen für Briefsendungen der Deutschen Post hat Ellinor Amini, Designstudentin der Hochschule Reutlingen, Frauenporträts angebracht.

Entnimmt ein Zusteller Sendungen aus einem, um sie in den Transporttaschen seines Dienstfahrrades zu verstauen, hat er ab sofort einen buchstäblichen Umschlagplatz der besonderen Art vor sich. So etwa in der Schenkendorfstraße, auf Höhe einer Grünanlage leuchtet der Ablagekasten rot, darauf ist die Verlegerin Aenne Burda mit angedeutetem Dutt und langen Ohrringen abgebildet. "Köpfe selbstbewusster Frauen stehen einem Unternehmen, das Vielfalt und Chancengleichheit in seiner Firmenphilosophie festschreibt, gut zu Gesicht", schildert Ellinor Amini. Deshalb hatte sie ihren Gestaltungsvorschlag bei der Deutsche Post eingebracht.

Mehr dazu im link Verborgene Heldinnen* der Universität Leipzig

You Tube Video "Hidden Sheroes"

Website von Ellinor Amini zur Thesis "Hidden Sheroes"

2018 - Küko Abolventin präsentiert ihre Master Thesis 'Reonanz'

Master Thesis Design, Schwerpunkt Künstlerische Konzeption von Sophie Giannoules (Absolventin Textildesign-Modedesign), jetzt Schwerpunkt Producing und Styling.

Fotograf ist Kenny Sang aus Frankfurt.

Die Ergebnisse sind ab heute als Editorial im ΠMagazin online zu sehen

skypeLab homepage

2017 - skypeLab Exkursion der KüKos nach Rio de Janeiro

Präsentation skypLab RIO de Janeiro, Brasilien, 2017

2017 - Niko Mainaris gestaltet die shirts zur documenta 14

Grundlage der Designs bildet Niko Mainaris' Masterarbeit, in der er die Street Art in Athen untersucht – als Spiegel der Krise
Eine großartige Auszeichnung für großartige Kunst.

Von Reutlingen nach Athen, ins Mekka der Street Artists, zog es den frisch gebackenen Design-Masterabsolventen Niko Mainaris. Beeindruckt von der Einzigartigkeit seiner Kunstbeauftragte ihn Kurator Adam Szymczyk mit dem Entwurf der Shirts zur documenta 14. Die Gestaltung der Shirts beruht auf Methoden, die Niko Mainaris in seiner Masterarbeit entwickelt hat. Das Besondere an seiner künstlerischen Arbeit sind das feine Gespür für soziale und politische Entwicklungen und die Fähigkeit, diese in eine eigenständige und prägnante künstlerische Aussage zu übertragen.

Die Shirts zu documenta 14 in Athen und Kassel 2017

Niko Mainaris hat in seiner Masterthesis die Street Art Athens untersucht und künstlerisch bearbeitet. Seine Masterarbeit, die Prof. Henning Eichinger betreut hat, dient als Grundlage für den Hintergrund der T-Shirts, die vollflächig bedruckt sind. Ergänzt werden die Grafiken durch Sprüche von Adam Szymczyk, dem künstlerischen Leiter der documenta, Direktor und Chefkurator der Kunsthalle Basel.

Eines von zwei Konzepten ist vom Straßenbild Athens inspiriert, in dem politische und nichtpolitische Graffiti und Tags übermalt oder von andersdenkenden durchgestrichen
werden. Dabei entstehen häufig Spuren von Flächen, Formen und wilde Schmierereien. Ein kreatives Zusammenspiel von Ordnung und Chaos, Sauberkeitsempfinden und ‚Schmutz‘, Recht und Unrecht. Als Sprüche zieren hier „Neither Swans nor Ants“, „Transdocumenta“ und „Not a Hobby“ die Shirts der documenta 14.

Verschiedene Schichten der Athener Wände dienten als Inspiration für das zweite Konzept: Wände versteht Niko Mainaris als öffentliche Galerie. In diesem Konzept hat er die Bilder der Street Art als digitale Collagen verarbeitet, die den Hintergrund für Adam Szymczyks Sprüche „Eat the Ego“, „Idle no More“ und „Chain Smoking“ bilden. Während die Shirts des ersten Konzepts schon in Athen erhältlich waren, wird das zweite Konzept erst in Kassel vorgestellt, dort sind alle sechs Motive erhältlich. Die Shirts des ersten

Konzepts wurden klimaneutral in Athen produziert und bedruckt. Den Produktionsprozess hat Niko Mainaris persönlich begleitet. Das zweite Konzept wurde in Indien auf Shirts aus ökologischer Baumwolle umgesetzt.

„Natürlich bin ich stolz darauf, meine Sachen ausgestellt in diesem Zusammenhang mit einem so großen Publikum zu sehen“, erklärt Niko Mainaris. Doch das Beste für ihn war das Feedback – seine Shirts kommen gut an, die Leute lieben und kaufen sie.

Auch Prof. Henning Eichinger, der Kulturbeauftragte der Hochschule Reutlingen und Leiter des Masterstudiengangs Schwerpunkt Künstlerische Konzeption, zeigt sich begeistert. „Dass ein Absolvent der Hochschule Reutlingen mit seiner Masterthesis in Künstlerischer Konzeption vom künstlerischen Leiter, Adam Szymczyk eingeladen wird, für die documenta in Athen und Kassel die T-Shirts zu machen, ist natürlich eine hohe Auszeichnung und Beweis der hervorragenden künstlerischen Qualität seiner Arbeit“.

Hören Sie rein in ein ausführliches Interview mit Nikooaos Mainaris mit dem art-magazin!

 

2016 - Ausstellung skypLab in der Städtischen Galerie

Von: Simone Löffler

Seit der Ausstellungeröffnung standen die Türen der städtischen Galerie Reutlingen kunstinteressierten Besuchern offen, um ein ganz besonderes international angelegtes Kunstprojekt im Rahmen der Ausstellung „SkypeLab - Transcontinental Faces & Spaces“ zu besuchen. Das Projekt SkypeLab erforscht die Auswirkungen von digitalen Werkzeugen und sozialen Netzwerken auf Kunst und Design und wird von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Zum Projektbericht am vergangenen Sonntag wurde auch der gleichnamige Katalog, erschienen im Kerber Verlag, vorgestellt.

Während der sehr gut besuchten Ausstellungseröffnung am 26. Februar hatten die Besucher die Gelegenheit sich mit den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern aus Melbourne und Reutlingen über das Projekt SkypeLab zu unterhalten und zu informieren. Die unterschiedlichsten künstlerischen Äußerungen und Medien verdichteten sich in der Ausstellung zu einer spannenden und abwechslungsreichen Inszenierung, die von den Besuchern äußerst positiv aufgenommen und kommentiert wurde.

Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, die das Projekt mit 70.000 Euro unterstützt, freut sich über die positive Resonanz: „SkypeLab ist ein tolles Beispiel dafür, wie ein künstlerisches Projekt die Vernetzung von Hochschulen und Künstlern rund um den Globus schafft. Denn internationale Erfahrungen in Studium und Beruf sind so wichtig wie nie zuvor“.

In seinem Vortrag am vergangenen Sonntag berichtete Prof. Eichinger, der Projektleiter, von den vielen Herausforderungen, die dieses internationale künstlerische Projekt für die Studierenden und Lehrenden bereit hält und die dadurch gewonnenen Strategien und Erfahrungen. „SkypeLab ist ganz bewusst als offenes Projekt angelegt, so dass die Ergebnisse nicht vorhersehbar sind und oft mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben“ erklärt Eichinger. Oft sind die Fragen wichtiger für das Verständnis und die künstlerische Entwicklung als kurzfristige Ergebnisse die bald schon wieder überholt sind. SkypeLab verbindet Themen wie Digitalisierung, Globalisierung und Internationalität und ermöglicht es, sich auf künstlerische Weise mit diesen Themen auseinander zu setzen. „Vielleicht gewinnen wir dadurch sogar ein wenig Deutungshoheit über diese Technologien zurück“ so Eichinger. Angeschlossen an den Projektvortrag wurden die Besucher, die sich trotz des schönen Frühlingswetters auf den Weg in die städtische Galerie machten, exklusiv von Henning Eichinger durch die Ausstellung geführt.Das Projekt und die Ausstellung werden in dem im Kerber Verlag erschienen Katalog dokumentiert“ erläutert Eichinger.

Zum Katalog gehört eine Broschüre, in der die wichtigsten Ergebnisse und Statistiken von Javiera Advis, Ertan Cakir und Annie Kurz in eigens ent-wickelten Info-Grafiken präsentiert werden. In dem Katalog ist beispielsweise dokumentiert wie die Reutlinger Studentin Javiera Advis die Bewegungen aller SkypeLab Künstler über drei Tage hinweg verfolgt, ob Peking, New York, Shanghai, Melbourne oder Reutlingen und diese als Strecke zum Nachlaufen im Maßstab 1:250 auf den Galerieboden übertragen. Uyen Ly, ebenfalls aus Reutlingen hat eine Installation aus eigens entworfenen Outfits entwickelt und Grace Leone aus Melbourne hat über Skype aufgenommene Stadtgeräusche in Plexiglas Oszillographen, namens Soundscapes, verwandelt. Yuemin Huang aus Shanghai verwandelt die Porträtzeichnungen in Masken und verwandelt sich damit in ihr Gegenüber welches 10.000 km entfernt ist.

„Mit SkypeLab entstand eine Art Labor innerhalb unseres weiter wachsenden Netzwerks, das mittlerweile Universitäten, Städte, Kontinente, Disziplinen und Medien verbindet. Durch die unterschiedlichen zeitlichen Bedingungen und geografischen Distanzen hinweg bringt uns SkypeLab zusammen“ so Henning Eichinger von der Hochschule Reutlingen. „Das Projekt SkypeLab befindet sich nach vielfacher internationaler Anerkennung mitten in einem Entwicklungsprozess, und wir alle sind gespannt, wohin uns SkypeLab noch führen wird, welche neuen Fragen sich stellen und welche unerwarteten Ergebnisse wir noch sehen werden. Sicher ist schon jetzt ein weiterer Workshop 2017 in Rio de Janeiro“, so Eichinger abschließend.

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM:

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifi­zier­ten Stu­dierenden, jungen Berufstätigen sowie Schülerinnen und Schülern. Seit 2001 konnten über 17.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Im laufenden Stipendienjahr 2015/2016 werden wieder mehr als 1.000 junge Menschen ein Baden-Württem­berg-STIPENDIUM erhalten.

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus:

Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. 2011 wurde das mit jährlich ca. 800.000 € dotierte Programm zum ersten Mal ausgeschrieben und unterstützt inzwischen mehr als 30 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen.

Weitere Informationen unter www.bw-stipendium.de

Stiftungsprofil:

DIE BADEN-WÜRTTEMBERG STIFTUNG setzt sich für ein lebendiges und lebens-wertes Baden-Würt­tem­berg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verant­wortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Informationen unter www.bwstiftung.de

Ausstellungskatalog SkypeLab_ 2016

Absolventenbuch Master Künstlerische Konzeption 2015

Katalog des künstlerischen Forschungsprojekts Skypetrait, Reutlingen - Melbourne

Dressing up for Sypetertrait - Annie Kurz

Apriori-Chantal Rasquin

Katalog LOOP von Studierenden und ehemaligen Studierenden zur Ausstellung in der Städtischen Galerie Reutlingen, 2008

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